Gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (VITAL.NRW)

VITAL.NRW-Förderphase 2017-2023

Gewässer sind prägende Elemente unserer Landschaft und wichtige Naturräume für den Menschen und die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Die Verluste der Biodiversität in unserer Landschaft sind besorgniserregend. Diesem Verlust muss mit geeigneten Maßnahmen dringend entgegengewirkt werden, dies geschieht bei Fließgewässern z.B. an einigen Stellen über Renaturierungsmaßnahmen. In der 8Plus-Region gibt es für solche Maßnahmen einige sehr gute Beispiele, jedoch sind auch noch viele Gewässer sehr naturfern ausgebaut.

Um diese guten Beispiele, aber auch die allgemeine Thematik und Problematik erlebbar zu machen, will die NABU-Naturschutzstation Münsterland in der 8Plus-Region Themen-Radrouten erarbeiten und durchführen. Diese Themen-Radrouten sollen möglichst die verschiedenen teilnehmenden Kommunen verknüpfen und auf den bereits vorhandenen Radwegenetzen verlaufen. An dafür geeigneten Stellen sollen Rastpunkte oder Highlights dargestellt werden, an denen man Gewässer erleben kann. Es soll voraussichtlich drei bis vier unterschiedlich lange Touren geben, von einer kürzeren Familientour bis zu einer Ganztages-Tour. Die Touren sollen in Form einer informativen Broschüre, einer Internetdarstellung sowie eines Flyers verfügbar gemacht werden. Inhaltlich soll die Bedeutung von Gewässern allgemein sowie die Notwendigkeit der Herstellung der Naturnähe über Informationen in der Broschüre kommuniziert werden.

Darüber hinaus soll das Projekt an das VITAL.NRW-Projekt „Bachpatenschaften“ anknüpfen, welches Ende 2021 ausläuft. Es ist deshalb geplant, die vorhandenen Bachpatenschaften weiter zu betreuen und Fortbildungsangebote rund um das Thema „Gewässer und Artenvielfalt“ zu entwickelt und anzubieten.

Die Verluste der Biodiversität und vor allem der Insektenvielfalt in unserer Landschaft sind besorgniserregend. Nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch im Siedlungsbereich kann durch naturnah gestaltete Gärten viel zur Steigerung der Biodiversität und Insektenvielfalt beitragen werden.

Die NABU-Naturschutzstation Münsterland will deshalb individuelle Gartenberatungen anbieten, die vor Ort die Lebensraumansprüche der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten aufzeigen und geeignete Maßnahmen zur Förderung der Arten und deren Lebensräume im eigenen Garten besprechen. Ein weiterer wichtiger Teil der Beratung ist die Empfehlung zur standortgerechten Pflanzung von heimischen Wildkräutern und Wildsträuchern in den Gärten. Das Projekt soll außerdem an das VITAL.NRW Projekt „8Plus summt auf“ anknüpfen. So sollen regelmäßige Treffen initiiert und organisiert werden und Fortbildungsangebote angeboten werden.

Um die interessierten Bürgerinnen und Bürger der 8Plus-Region besonders für die Artenvielfalt vor ihrer Haustüre z.B. im eigenen Garten zu begeistern, soll zusätzlich ein Citizen Science-Projekt zum Thema „Vielfalt im Garten“ durchgeführt werden. Dabei wird aufgerufen, Beobachtungen zu verschiedenen Hummel- und anderen häufigen Wildbienen-Arten zu melden. Dies geschieht durch Verwendung einer kostenfreien Wildbienenbestimmungs-App sowie unter fachgerechter Anleitung durch die NABU-Naturschutzstation. Durch das Beobachten und Beschäftigen mit Hummeln und Wildbienen wird bei den teilnehmenden Personen die Sensibilität für Insekten und deren Ansprüche an ihre Lebensräume im Allgemeinen geweckt.

Mit einem Dorfinnenentwicklungskonzept möchte sich die Gemeinde Ostenfelde dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel und den Veränderungen der demographischen Strukturen stellen und sich auf zukünftige Entwicklungen vorbereiten. Ostenfelde soll in seiner Wohn-, Arbeits- und Freizeitfunktion nachhaltig gestärkt werden. Die intensive Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern einerseits, Politik, Verwaltung und öffentlichen Interessenträgern andererseits ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Verantwortungsgemeinschaft, auf deren Schultern den vielfältigen Herausforderungen an die künftige Dorfentwicklung begegnet werden kann. Das daraus entstehende Handlungs- und Maßnahmenprogramm soll Ostenfelde langfristig aus gestalterischer, funktionaler, ökologischer und ökonomischer Sicht begleiten und planerische Entscheidungen begründen.

Die Stadt Oelde errichtet eine moderne Freizeitanlage, insbesondere für Kinder und Jugendliche am südöstlichen Stadtrand. Auf der 16.000 m2 großen Fläche der geplanten Anlage befinden sich ein Aschebolzplatz und eine asphaltierte Basketballanlage, die zu großen Teilen erhalten bleiben sollen.

Im Rahmen der Freizeitanlage soll eine Pumptrack-Anlage aus Asphalt errichtet werden. Pumptracks sind kompakte, geschlossene Rundkurse mit kleinen Wellen und Steilwandkurven, die von BMX-Rädern, Skateboards, Inlineskates, Scootern, etc. befahren werden können. Um potenziell entstehende Konflikte aus dem unterschiedlichen Nutzeralter entgegenzuwirken wird ein weiterer Kids-Pumptrack errichtet. Dieser besteht aus niedrigen Wellen und Kurven, um Kindern bis 8 Jahre einen spielerischen Bewegungsraum zu ermöglichen. Ein Wegesystem bietet Zugang zum Areal, führt über ein Aufenthaltsbereich mit Abdach und Lagercontainer und mündet in der Pumptrack-Anlage.

Initiiert wurde das Projekt „Freizeitanlage“ durch die im Jahr 2019 durchgeführte Jugendbefragung im Rahmen der Aufstellung des „Kinder- und Jugendförderplans 2022-2026“ der Stadt Oelde. Durch die integrative Planung sollen insbesondere für Kinder und Jugendliche nachhaltige Räume geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist die Stärkung der dauerhaften Nutzungsvielfalt der generationsübergreifenden Spiel-, Sport und Bewegungsangebote.

Mit dem „Umweltbildungsmobil“ bringen die Abfallwirtschaftsgesellschaften der Kreise Gütersloh und Warendorf Themen wie Abfalltrennung und Abfallvermeidung auf die Straße und direkt zu den Bürgern und Bürgerinnen der Region. Die beiden Abfallgesellschaften kommen bereits durch eine allgemeine Abfallberatung und dem Bildungsangebot der Wertstoffwerkstatt in Ennigerloh ihrem Bildungsauftrag nach. Das Kooperationsprojekt für die VITAL-Regionen GT8 im Kreis Gütersloh und 8Plus im Kreis Warendorf soll jedoch der direkteste Kontaktpunkt zwischen Abfallwirtschaft und Bürgern werden.

Durch das Umweltbildungsmobil wird das Bildungsangebot der Abfallgesellschaften mobil. Das Bildungsmobil kann flexibel unterschiedliche Locations in der Region anfahren. So können im Rahmen von Wochen- oder Umweltmärkten unterschiedliche Beratungsangebote für Erwachsene angeboten werden. Kinder sollen über Fühlkästen, eine Abfallsortierstation und ein Glücksrad mit Umweltquiz spielerisch lernen. Das Bildungsmobil ist durch eine passende Inneneinrichtung und ausfahrbare Markise bei fast allen Wetterlagen einsatzbereit. Für die Durchführung der Lernmodule vor Ort, der Beratung sowie die Bewerbung des Umweltmobiles soll eine neue Stelle geschaffen werden.

Die Stadt Drensteinfurt versteht sich als naturnahe und umweltfreundliche Kommune. Dazu wurden durch die Stadt Drensteinfurt bei örtlichen Fahrradhändlern zwei Lastenfahrräder angeschafft. Eines der Lastenfahrräder soll insbesondere für „alltägliche Fahrten“ durch die Bürgerschaft von Drensteinfurt (z.B. Einkäufe, Transport der Kinder zur Kita) genutzt werden. Ein Einsatzbereich des zweiten Lastenfahrrads ist vorwiegend die Nutzung im Handels- sowie Dienstleistungsbereich. Mit der Bereitstellung von Lastenfahrrädern wird ein Beitrag dazu geleistet, das bisher noch ungewöhnliche Fahrzeug in den Alltag zu integrieren und publik zu machen. Vor allem in ländlich geprägten Räumen steht der PKW als Hauptverkehrsmittel im Fokus. Das Lastenfahrrad kann hier eine klimaschonende Alternative sein, um alltägliche Besorgungen zu erledigen.

Um den Prozess in der Stadt Drensteinfurt angemessen zu begleiten und ein Umdenken in den Köpfen anzuregen, empfiehlt sich bei der Einführung von Lastenrädern sowie der Etablierung eines Verleih- und Lieferangebotes die Begleitung eines externen Anbieters im Bereich Lastenmobilität.

Das Projekt umfasst mehrere Bausteine:

  • Auftaktgespräche mit relevanten Projektbeteiligten
  • Erarbeitung Mobilitätskonzept (kurzfristige und langfristige Maßnahmen)
  • „Cargobike Testage“ bei regionalen Veranstaltungen
  • Workshops inkl. Mobilitätschecks

Das Thema E-Mobilität ist heutzutage überall präsent und auch die gerne genutzten E-Bikes sind im Radtourismus nicht mehr wegzudenken.
Neben den klassischen E-Bikes gibt es inzwischen aber auch E-Rikschas und E-Rollfietsen, die einen barrierefreien Einstieg ermöglichen. Diese Art von E-Fahrzeugen kann sehr gut von Senioren, Menschen mit Behinderung oder Menschen mit temporärer Mobilitätseinschränkung genutzt werden und erweitern den Mobilitätsradius. Neben der Unterstützung durch die mit E-Motor ausgestatteten Fahrzeuge im Alltag oder bei gemeinsamen Ausflügen, spielen auch die Themen Kommunikation und soziale Teilhabe eine wichtige Rolle. Die Fahrenden sitzen bequem hintereinander oder nebeneinander und können die Fahrt gemeinsam gestalten und genießen.
Innerhalb dieses Projektes soll neben der Anschaffung von E-Fahrzeugen auch ein Konzept zur Gewinnung, Qualifizierung und zum Erfahrungsaustausch von Ehrenamtlichen für die E-Rikscha-Fahrten entwickelt werden.
Die Projektidee wird als übergreifendes Projekt für interessierte Einrichtungen umgesetzt.

 

Standorte der E-Fahrzeuge in der 8Plus-Region:

  • St. Elisabeth-Stift, Sendenhorst
  • St. Josef-Haus, Sendenhorst & Ennigerloh
  • Malteserstift, Drensteinfurt
  • Wibbelt-Carree, Oelde
  • Senioren-WG-St. Vitus, Oelde-Sünninghausen
  • Seniorenzentrum Am Eichendorffpark, Oelde-Stromberg
  • Mehrgenerationenhof Borgmann, Warendorf-Milte
  • Altenzentrum St. Josef, Sassenberg
  • Seniorenzentrum St. Anna, Ostbevern

Interessierte für ehrenamtliche Ausfahrten können sich gerne direkt bei den Einrichtungen oder beim Regionalmanagement von 8Plus melden.

In Freckenhorst ist das Thema Gäste- und Heimatführer schon sehr lange aktuell. Heimatgeschichten, Wissen über vorhandene Plätze und Gebäude sowie das Weiterreichen eines kulturellen Erbes von Zeitzeugen sollen nicht verloren gehen, sondern für die Zukunft festgehalten und an jüngere Generationen und Besucher weitergeben werden. Der Heimat- und Lebensraum der hiesigen Bevölkerung und der Zugezogenen (auch Migranten) soll schärfer profiliert werden und zu einer stärkeren Identitätsbildung beitragen, um „Heimat“ als einen lebenswerten und attraktiven Ort erfahrbar zu machen. Das soziale, generationsübergreifende Miteinander wird gestärkt, das bürgerschaftliche Engagement ausgeweitet und wertgeschätzt, Integration durch Wissen und Bildung gefördert und die Lebensqualität gesteigert.

Neben regelmäßigen Veranstaltungen und Gästeführungen sowie der Ausbildung von Gästeführern sollen im ganzen Ort an markanten Punkten Infotafeln informieren und die geschichtliche und aktuelle Bedeutung markieren.

Das zweite Projekt wird im Oelder Ortsteil Stromberg durchgeführt. Mit einem touristischen Wegweiser-System für das Burgdorf Stromberg sollen die Sehenswürdigkeiten des Dorfes wie die Burgbühne, das Gaßbachtal oder die Wallfahrtskirche ausgeschildert werden. Touristen, die zum Beispiel mit dem Fahrrad durch das Dorf radeln, sollen somit eine leichtere Orientierung haben.

Das erste Projekt „Herzlich Willkommen VITAL.NRW im Kreis Warendorf – E-Bikes für die beteiligten Kommunen“ wird von der LAG – erweiterter Vorstand – durchgeführt. Im Rahmen der Auftakt- und Infoveranstaltungen werden allen beteiligten Kommunen, dem Kreis Warendorf und der LVHS als Startsymbol von VITAL.NRW im Kreis Warendorf zwei E-Bikes überreicht. Mit diesem Projekt soll auf der einen Seite die nachhaltige

E-Mobilität im Kreis Warendorf gefördert werden und auf der anderen Seite, den Bürgern und Touristen im Kreis das Thema VITAL.NRW und die Möglichkeiten nähergebracht werden.

„Die Idee ist, die Tier- und Moorgeschichten, die Spuk- und Sagengestalten, die Natur und mit ihr verbundene Geschichten als Erlebnis-Hintergrund zu nutzen, um miteinander zu erforschen und zu erfinden, zu schreiben, zu lesen und zu gestalten. Nebenbei wird auch noch die Schreib- und Lesefähigkeiten verbessert. Miteinander auf Entdeckungsreisen zu gehen, eigene Kreationen und Luftschlösser zu entwickeln, gemeinsam und generationenverbindend auf Spurensuche zu gehen hatte schon immer den Ruf des Abenteuers und der Risikofreude. Niemand kannte den Ausgang. Alle waren gleichermaßen beteiligt.“

Das Projekt wird vom Heimatverein in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Bürgern aus Rinkerode geplant und dann gemeinsam mit Dozenten und Referenten in Rinkerode an der Grundschule und in der Davert durchgeführt. Geplant sind 16 Workshops über das Schuljahr verteilt, an dem Grundschulkinder aus Rinkerode, Drensteinfurt und Umgebung teilnehmen können. Nähere Informationen zu Programm und zur Anmeldung kommen nach Bewilligung durch die Bezirksregierung.

Am Feldmarksee in Sassenberg soll ab Herbst 2018 der Bau eines „Piratenschiffes“ starten. Parallel dazu wird auch die Terrasse erneuert und das Mehrzweckgebäude, in dem derzeitig auch noch die Toiletten und Umkleiden ihren Platz haben, wird abgerissen und neu aufgebaut. Dabei finden Die Umkleiden ihren neuen Platz im unteren Teil des Piratenschiffes.
Mit dem Projekt soll der Badesee im Naherholungsgebiet am Feldmark in Sassenberg attraktiver gestaltet werden. Die touristische Anziehungskraft des Sees geht schon weit über die Grenzen im Kreis Warendorf hinaus und stärkt den gesamten Kreis Warendorf als Tourismusregion.

Das Wohnheim St. Marien am Voßbach befindet sich im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Ennigerloh-Enniger. Zu dem Gebäude gehört der frühere Krankenhauspark. Dieser Park besteht aus einem großen Rundweg um eine Wiese mit vereinzeltem Baumbestand, einer angrenzenden Streuobstwiese und Sitzbänken am Rundweg. An beiden Seiten des Hauptgebäudes besteht Zugang zum Park. Im derzeitigen Zustand ist das Gelände wenig attraktiv und wird ab und zu von Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung für einen kleinen Spaziergang genutzt. Der Rundweg ist aber nicht barrierefrei.

Das Projekt hat zum Ziel, den Park attraktiv zu gestalten und für alle Bürgerinnen und Bürger des Dorfes zu öffnen. Entstanden ist die Idee in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener ortsansässiger Vereine. Aus dieser Gruppe wird auch die Mithilfe bei der Umsetzung rekrutiert. Der Park soll (mindestens) wie folgt ausgestattet werden:

  • Verbreiterung des Zugangs zum Park (Barrierefreiheit-Rollstuhlgerecht)
  • Ausbesserung des Rundwegs / Umsetzung der Barrierefreiheit
  • Picknickplatz mit Tischen, Bänken und Grillstelle
  • Boulebahn
  • Bewegungsgeräte für alle Generationen
  • Tore zum Fußball-Kicken
  • Beleuchtung
  • Direkter Zugang vom Kindergarten zum Park, Vermeidung der Querung von Fahrwegen
  • Beschilderung /Wegführung zum Park
  • Wetterfeste Bänke entlang des Rundwegs

Wie wachsen Zucchini, woher kommt das Ei und warum gibt es grüne, gelbe und rote Paprika? All diese Fragen untersuchen die Garten-Zwerge aus der Großkindertagespflege Pfützen-Hüpfer ab Frühjahr gemeinsam mit ihren Eltern und anderen Kindern aus dem Aktionskreis Kinderbetreuung e.V. Mit dem Projekt „Garten-Zwerge entdecken regionale Lebensmittel“ lernen die kleinen Garten-Zwerge gemeinsam mit ihren Familien regionale Lebensmittel anzupflanzen, zu pflegen, zu ernten und auch zu verarbeiten. Dafür werden Lebensmittel gemeinsam mit den Kindern verarbeitet und für die Eltern werden Kochkurse in Zusammenarbeit mit den Ortslandfrauen angeboten. Zudem können die kleinen Entdecker auf Exkursionen zu umliegenden Höfen hautnah erleben, woher das Ei und die Milch kommen. Rund um das Thema regionale Lebensmittel sind viele tolle Aktionen für Kinder, Eltern und Familien geplant.

Bei dem regionsweiten Projekt Bachpatenschaften in der 8Plus-Region haben Bachpaten die Möglichkeit innerstädtische Bachabschnitte aktiv mit zu betreuen. Als Bachpaten können sich z.B. Kindergärten, Schulen, Vereine, Nachbarschaften oder auch Angelgruppen melden und einen zugewiesenen Bachabschnitt betreuen. Dazu gehört zum Beispiel die Beobachtung des Gewässers, Mithilfe bei der Pflege oder die Meldung von Auffälligkeiten. Angedacht ist, dass 1-2 mal jährlich ein Experte dazu kommt, zeigt worauf zu achten ist und beispielsweise mit Schulklassen das Gewässer untersucht. Dafür wird eigens ein Wasser-Erlebnis-Koffer angeschafft. Um Bachpatenschaften anzuwerben und in dem Prozess zu begleiten, wird auch hier aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Flyer werden erstellt, es gibt Newsletter und ein Netzwerk wird aufgebaut. Das Projekt startet 2019 und ist bis 2021 geplant.

Das Aufkommen von Fluginsekten ist in den letzten Jahren um ca. 75 % zurückgegangen. Die Ursachen sind noch ungeklärt, aber z. B. die Versiegelung von Flächen und naturferne Gärten könnten Gründe dafür sein, dass Insekten kaum noch Nahrung finden. Dabei sind sie elementarer Bestandteil der Nahrungsketten und Bestäuber. Um die Themen Insektenvielfalt und Biodiversität in der Region anzugehen, weiter zu entwickeln und auszubauen, plant der NABU Münsterland gemeinsam mit dem Kommunen ein Projekt zur Erhaltung und Förderung der Insektenvielfalt. Dabei werden u.a. Flächen für Blühstreifen ermittelt und diese in Zusammenarbeit mit den Bauhöfen, Unternehmen, Vereinen und Interessierten angelegt. Dazu wird regionales Saatgut angeboten, welches auf die Bedürfnisse von heimischen Insekten angepasst ist. Um das Thema in allen Kommunen zu verbreiten, werden Vereinen, Unternehmen oder Bürger beraten, wie vorhandenen Flächen neu angelegt werden können. Für Informationsangebote und die Sensibilisierung zu diesem Thema, wird über den Projektzeitraum von mindestens 3 Jahren aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Das Projekt ist von 2019 bis 2021 geplant.

Die Innenstadt in Drensteinfurt wird ab Herbst 2018 umgebaut. Um trotz Baumaßnahmen weiterhin Bürger und Besucher in die Innenstadt zu locken, ist geplant, die Bauzäune mit großen Fotoplanen zu versehen. Auf den Fotoplanen sind die sogenannten Drensteinfurter Kleinstadtmenschen – Miniaturfiguren – vor prägnanten und bekannten Orten in und um Drensteinfurt in verschiedenen Situationen abgebildet. Damit sollen zum einen Geschichten von früher aufgefrischt werden, aber die Bürger und Besucher sind auch angehalten, sich eigenständig Geschichten zu überlegen. Dafür werden u.a. Fotoaktionen gestartet und es soll Schreibwettbewerbe geben. Vereine, Kindergärten, Schulen und die Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Projektträger wird die Interessengemeinschaft für Werbung Drensteinfurt gemeinsam mit der Stadt Drensteinfurt.

Die Friedensroute zwischen Münster und Osnabrück wurde 1998 zum 350. Jubiläum „Westfälischer Friede“ eröffnet. Sie ist 175 Km lang und grenzt an 14 Kommunen. Im Laufe der Zeit wurde die Radroute weder weiterentwickelt noch ausreichend betreut. Das Thema „Westfälischer Frieden“ ist zum größten Teil in Münster und Osnabrück erlebbar.
Bei Gesprächen mit dem Münsterland e.V. und dem Osnabrücker Land sowie den angrenzenden Kommunen wurde deutlich, dass ein erneutes Aufleben lassen der Route gewünscht wird und alle gerne unterstützen. Geplant ist die Friedensroute wieder attraktiv zu gestalten und als konkurrenzfähige Themenradroute anzubieten, das Image der Region zu stärken, die einzigartige kulturelle Besonderheit des „Westfälischen Friedens“ hervorzuheben und die Wertschöpfung zu steigern. Dafür wird u.a. die Radroute mit Informations-Stelen ausgestattet, es werden Hörstationen angebracht und aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben.
Das Projekt wird gemeinsam vom Münsterland e.V. und dem Osnabrücker Land in Kooperation mit den angrenzenden Kommunen gestaltet und durchgeführt. Neben 8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf sind aus dem Bezirk Münster auch die beiden LEADER-Regionen Steinfurter Land und Tecklenburger Land beteiligt. Der Start für das Projekt ist im März 2019.

Die Wertstoffwerkstatt in Ennigerloh bietet Besuchern die Möglichkeit sich mit dem Thema Abfallwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Umwelt auseinander zu setzten. Neben Führungen auf dem Gelände wird in der neu aufgebauten Wertstoffwerkstatt interaktiv das Thema Abfallwirtschaft und Mülltrennung mit den Besuchern (Schulklassen, Besuchergruppen, etc.) aufgearbeitet. Der Empfangsbereich soll als Willkommens-, Austausch- und Informationsbereich mit Sitzecke, einem Touchscreen, Info-Material und einer Garderobe dienen.

Das malerisch gelegene Herrenhaus Harkotten, das durch seine idyllische Abgeschiedenheit und seine einmalige Familien- und Baugeschichte ein Kleinod unter den Schlössern des Münsterlandes darstellt, möchte zukünftig sein derzeit noch ungenutztes Potential nutzen.
Es soll ein Museum mit besonderem Konzept entstehen: Das geplante Museum soll ein Kulturzentrum der Region werden und generationsübergreifend mit spannender, zeitgemäßer Dauerausstellung, abwechslungsreichem Rahmenprogramm und interdisziplinären Veranstaltungen die Besucher ansprechen. Hierbei scheut sich Harkotten weder vor neuen digitalen Wegen, Gestaltungs- und Präsentationsmöglichkeiten, noch soll der Prozess hinter verschlossener Tür stattfinden.
Es ist geplant mit sozialen Medien sowie einem digitalen Tagebuch den Prozess der Neugestaltung der Dauerausstellung zu begleiten, um so Ansprechpartner und Motivation für Häuser zu werden, denen der Wandel zum Kulturort noch bevorsteht. Die Ausarbeitung des Grobkonzeptes in ein effektives Kleinkonzept wird von einer Personalstelle durchgeführt.

Das „Fitness-Studio“ unter freiem Himmel ist ein Trend, der sich zunächst in Großstädten verbreitete, nun aber mehr und mehr auch in kleineren Kommunen im ländlichen Raum Einzug hält. Zwar ist das allgemeine Gesundheitsbewusstsein in der Gesellschaft gewachsen und die positive Wirkung von Bewegung auf die Gesundheit unbestritten, doch es bedarf weiterer Anstrengungen, die eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge bei dem Einzelnen anzuregen. Die Stadt Sendenhorst plant daher, einen Freizeit-/Bewegungsparcours in zentraler Lage im Ortskern einzurichten, um Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen zu mehr Bewegung und Fitness anzuregen.
Ein Freizeit- oder Bewegungsparcours ist eine Outdoor-Anlage mit einzelnen Stationen, an denen Geräte zum Trainieren verschiedener körperlicher Funktionen (Kraft, Koordination, Beweglichkeit, Ausdauer) genutzt werden können und die sich mit ihrem niederschwelligen Angebot an „Jedermann“ (ob sportlich oder nicht) richten. Die Geräte sind leicht zu handhaben und mit einem hohen „Aufforderungscharakter“ konzipiert. Als Standort für den Freizeit-/Bewegungsparcours ist eine ca. 300 qm große Fläche direkt an der Ostenpromenade innerhalb einer Grünanlage ausgesucht worden. Der Standort ist zentral im Ortskern gelegen und gut und barrierefrei zu erreichen. Die Fläche ist teilweise beschattet, ruhig, sozial kontrolliert, aber kein „Präsentierteller“.
Gefördert werden sollen die Umgestaltung der Fläche und die Ausstattung mit Aktiv-Geräten, Bänken und Tischen. Im Projekt inbegriffen ist die Beschilderung (Leit- und Infotafeln), Marketingmaßnahmen wie Flyer, Plakate und die Aufwandsentschädigung für 5 betreute Angebote (jeweils 10 Kursstunden) durch Übungsleiter/-innen der SG Sendenhorst.

In einer zentral gelegenen Streuobstwiese im Zentrum von Ostbevern soll ein kleiner Barfußpark und Bewegungsparcours für Besucher und Bewohner entstehen. Durch die verschiedenen Aktivitäten soll der Aufenthalt möglichst abwechslungsreich gestaltet werden können. Die Anlage soll zwischen den bestehenden Apfelbäumen errichtet werden. Als zentraler Punkt soll eine Wasser-Tretstelle (Kneippbecken) entstehen. Um die Wasser-Tretstelle werden sechs Felder angeordnet, die mit verschiedenen Materialien befüllt sind. Diese im Rundlauf angelegten Felder können Barfuß erkundet werden. Jedes Feld ist mit einer Gesamtlänge von ca. 1,5 m ausreichend lang um beim Laufen entsprechenden Bodenkontakt zu gewährleisten. Daneben wird ein Natursteinweg angelegt, um Begleitpersonen die Möglichkeit der Unterstützung anzubieten. In zwei seitlich angeordneten Flächen neben dem Natursteinweg sollen Bewegungstrainer/Bewegungsgeräte aufgestellt werden, welche verschiedene Muskulaturbereiche stärken. Neben dem Bewegungsparcours soll ein s.g. Apothekermännchen (Kräuterbeet) entstehen. An den jeweiligen Körperteilen werden dann entsprechende Heilkräuter gepflanzt. Diese Kräuter sind dann zugänglich für die Öffentlichkeit. Über eine Beschilderung werden Information zu den jeweiligen Kräutern gegeben. Im Verbindungsbereich werden zwei Bänke aufgestellt. Zwischen denn gegenüberstehenden Bänken wird eine kleine Wasserquelle installiert, die zum Hände und Füße waschen oder abkühlen dient.

Unter dem Namen „Kulturpfad“ soll in Beelen ein Streckennetz aus drei thematischen Kulturpfaden zu einem Gesamtpfad realisiert werden: Kulturpfad Süd, Mitte und West. Ankerpunkt aller drei Pfad-Abschnitte ist der Villers-Ecalles-Platz, an dem eine große Schautafel mit einer Übersichtskarte der Streckenführung aller drei Pfade aufgebaut werden soll. Interessierte können dann entweder einen einzelnen Pfad gehen oder die Gesamtstrecke; die Einzelwege sind zwischen 1,5 und 2,5 km lang, die Gesamtstrecke des Pfades beträgt etwa 6 km. Alle Wege sind barrierefrei geplant.In der Axtbachgemeinde gibt es viele besondere Punkte, die ein Stück Kultur und Kulturgeschichte der Gemeinde präsentieren. Diese sollen öffentlich und allgemein zugänglich gemacht werden:
– Anschauliche und interessante Darstellung der Heimat, der Menschen, Natur, Geschichte, Kultur und Religionen, der Gegenwart, Kunst- und   Bauwerke.
– Vermittlung von Hintergrundwissen.
– Wecken von Interesse an der Erkundung Beelens, bei Bürgern, Besuchern und Touristen.

Passend zu den Informationstafeln und Stelen werden Broschüren für die drei einzelnen Pfade sowie dem gesamten Kulturpfad gestaltet und gedruckt.

Der Förderverein „Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten e. V.“ möchte ein Abbildungsmodell zur Doppelschlossanlage Harkotten aufstellen. Die Doppelschlossanlage Harkotten ist ein touristisch umfassend erschlossener kulturell ausgerichteter Ort, der von vielen Besuchern angefahren wird. Im Rahmen der 100 Schlösserroute ist das Herrenhaus von Korff eines der wenigen Häuser, welche Besichtigungen, Führungen und gastronomische Angebote liefert. Gartenfestivals, Konzertveranstaltungen u. ä. werden schon seit Jahren regelmäßig durchgeführt und erfreuen sich großen Zulaufs.
Harkotten besteht nicht nur aus dem herrschaftlichen Wohnhaus, sondern es ist eine weitläufige bauliche Gesamtanlage, die mit seinen zahlreichen Gebäuden dem Wohnen, Wirtschaften und Arbeiten dient. Diese Funktionszusammenhänge werden erst durch das Modell für alle Besucher/ innen erfahrbar, da in der Regel nicht alle Bereiche für eine Besichtigung zugänglich sind. Das Modell ermöglicht eine zuverlässige, schnell erfassbare Grundinformation auch jener Besucher/innen, die sich nur kurz auf Harkotten aufhalten. Die verkleinerte, modellhafte Form ist ein vorzügliches museumspädagogisches Medium für Kinder, indem es zum Berühren und Ertasten einlädt. Zugleich ermöglicht es Menschen mit Sehbehinderungen einen barrierefreien Überblick über die Gesamtanlage. Das Modell wird daher zusätzlich mit Legenden in einer tastbaren Schrift (Braille o.ä.) ausgestattet sein. Durch das Modell werden wichtige Informationen vermittelt, die nicht durch Führungen abgedeckt werden können. Es werden weitere Zielgruppen erschlossen, indem das Modell einen kindgerechten und barrierefreien Zugang ermöglicht. Auch eilige Besucher/innen werden zuverlässig informiert und können dadurch zu einem zweiten, ausführlicheren Besuch angeregt werden.

Der Gedanke, Rahmenbedingungen zu finden, mit denen junge Fußballerinnen und Fußballer im sozial-emotionalen Bereich ganzheitlich gefördert werden können, ist bei den aktiven Fußballern in Ostbevern schon lange da. Um das Thema weiter voran zu bringen, hat sich der Verein zur Förderung des Jugend-Fußballs in Ostbevern (VFJ) gegründet. Um Trainern, Spielern und anderen aktiven Akteuren aus dem Fußball die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden und Workshops zu nutzen, um zum Beispiel bei Themen wie Mobbing oder unterschiedlichen sozialen und kulturellen Herkünften kompetent zu agieren, soll eine mobile Hallenbande angeschafft werden. Diese kann über das ganze Jahr von Vereinen ausgeliehen werden, um z.B. Fußballturniere zu veranstalten. Mit den Einnahmen durch den Verleih werden Workshops und Schulungen finanziert. Damit die Hallenbande transportiert und gelagert werden kann, soll ein Transport-Anhänger angeschafft werden. Die Zielgruppe für dieses Projekt spricht hauptsächlich junge Fußballbegeisterte (6-19 Jahre) aus Ostbevern und dem Kreis Warendorf an, die als Spieler und Trainer aktiv sind.

Die Trendsportart Parkour wird in Beelen bereits in der vierten Generation durchgeführt und den jungen Sportlern soll in Beelen hinter der Sporthalle ein Trainingsgelände mit verschiedenen Parkourelementen zur Verfügung gestellt werden.Für die Sportart werden keine Utensilien gebraucht und alle Interessierten, egal welcher Herkunft, können an dem Training teilnehmen. Die neue Parkouranlage wird teil eines Bewegungsparks hinter der Turnhalle in Beelen. Sie liegt zentral und kann auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreicht werden.

Die 8 VITAL.NRW- und LEADER-Regionen aus dem Regierungsbezirk Münster haben sich zu einem Projekt zusammengeschlossen. In diesem Projekt steht die Initiierung einer sogenannten „Regionalwert AG Münsterland“ im Fokus. Im Münsterland soll gemeinsam mit den LEADER- und VITAL-Regionen der Weg hin zu einem regionalen Wertschöpfungsraum gestaltet werden. Dabei stehen die in der Region lebenden Menschen, die UnternehmerInnen und die KonsumentInnen im Fokus: Beide Seiten, Anbieter und Nachfrager, gehören zu den aktiven Gestaltern des Wirtschaftens.
Im Fokus des Wertschöpfungsraumes soll die nachhaltige Versorgung der in einer Region lebenden Menschen mit regionalen Lebensmitteln stehen, wobei die ökologischen, ökonomischen, sozialen und geographischen Bedingungen zu berücksichtigen sind. Hierfür soll die Zusammenarbeit aller in der Region wirtschaftenden Betriebe und aktiven Initiativen aus dem Lebensmittel- und Ernährungsbereich angeregt werden. Darüber hinaus sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher über den Aufbau einer Bürgeraktiengesellschaft (Regionalwert AG Münsterland) aktiv an der Entwicklung beteiligt werden.